Ghost Restaurants – der Gastro Trend 2019

Immer mehr Menschen essen lieber zuhause als im Restaurant. Anbieter für Kochboxen schießen genauso aus dem Boden wie Lieferdienste. Wem dies zu teuer ist, den erwartet im Supermarkt ein reiches Angebot an fertigen Speisen, oder Koch-Kits, die zwar ein gewisses Maß an Einsatz in der Küche fordern, aber immer noch wesentlich schneller zubereitet werden können, als herkömmliche Gerichte.

Die meisten Menschen nennen die folgenden Gründe für den vermehrten Verzehr von Mahlzeiten zuhause:

·     um dabei Medieninhalte zu streamen
·     weil sie von zuhause aus Arbeiten
·     da sie lieber in ihrer gewohnten Umgebung essen, als mit fremden Menschen
·     wegen des Praktizierens von „Hygge“, der Dänischen Kunst des Wohlfühlens

Eine Österreichweite Studie aus 2015 besagte, dass die Hauptgründe für Essensbestellungen
·     keine Lust zu Kochen
·     Zeitmangel
·     die Alternative zum Essengehen
seien.

In Wien wird außerdem immer mehr Essen nachhause bestellt und österreichweit immer mehr Essen zuhause verspeist, welches von Restaurants abgeholt wird. Diese Kombination von Trends, gepaart mit den steigenden Lokalmieten und vielen Anbietern an Lieferservice zieht selbstverständlich nicht spurlos an der Gastronomie vorbei. Und ihre Antwort heißt Ghost Restaurants.

Was sind Ghost Restaurants?

Ghost Restaurants sind digitale Lokale oder Restaurants ohne eigenen Gastraum, die nur für den Lieferservice kochen. Diese bieten für die Gastro-Inhaber viele Vorteile: sie haben ein geringes Standortrisiko, sind nicht auf Laufkundschaft angewiesen und benötigen weniger Platz, da kein Gastraum notwendig ist – das bedeutet auch niedrigere Mietkosten.

Oftmals verbergen sich so hinter verschiedenen Marken ein und dasselbe Unternehmen. Die Marken sprechen verschiedene Zielgruppen an, bieten unterschiedliche Gerichte und heißen unterschiedlich. Sie haben jede ihren eigenen Social Media- sowie Onlineauftritt, werden aber in derselben Küche zubereitet. Das birgt den Vorteil, dass man unterschiedliche Kundensegmente ansprechen kann während man gleichzeitig Kosten spart. Marken lassen sich so rasch anpassen und Veränderungen in der Speisekarte sind nur online durchzuführen. Nicht zu vergessen, ein oftmals kostenintensiver Faktor fällt gänzlich weg: das Servicepersonal. Dies hat Vor- und Nachteile.

Natürlich sparen die Firmen so erheblich bei den Ausgaben, jedoch fallen somit auch jene Leute weg, die den Kundenkontakt aufrechterhalten. So kann es schon einmal passieren, dass die KundInnen aufgrund fehlenden Personals erst bei der Lieferung erfahren, wenn z.B. eine Zutat nicht mehr vorhanden war.
Aufgrund der vielen Vorteile, wird der Ghost-Sektor auch immer attraktiver für KMUs. Mit relative wenig Kosten, viel gutem Marketing kann in recht kurzer Zeit ein Business aufgezogen werden und im Fall eines Flops mit wenigen Anpassungen auf Fehler eingegangen werden.

Viele Ghost Restaurant kooperieren mit Lieferdiensten. Foodora, Uber Eats, lieferservice oder mjam sind die größten Anbieter im Großraum Wien. Diese verdienen zwar in gewissen Prozentsatz mit, nehmen aber auch die Verantwortung der pünktlichen Lieferung auf sich.

Über uns:

bridgify entwickelt maßgeschneiderte Kassenlösungen für Gastronomie, Handel und den Dienstleistungssektor in Österreich. Alle Lösungen sind RKSV-konform und bieten Möglichkeiten zur personalisierten Anpassung.