BPA-Verbot in Thermopapier:
das müssen Sie wissen

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Mit 2020 wird in einer EU-weiten Gesetzesnovelle BPA, eine gesundheitsgefährdende Chemikalie, in Thermopapier verboten. Diese Maßnahme wird fast alle Unternehmen betreffen, die Rechnungen drucken, denn momentan ist BPA-haltiges Thermopapier das günstigste am Markt und wird trotz massiver Warnungen noch viel eingesetzt. In diesem Blogpost verraten wir Ihnen, was BPA ist, warum es für RegistrierkassenbesitzerInnen wichtig ist und ob Sie sich jetzt von Ihrem Thermodrucker trennen müssen.

Bisphenol-A

Bisphenol-A, oder auch kurz „BPA“ ist eine gesundheitsschädigende Substanz, die sich in der Beschichtung von Thermopapier befindet. Diese Beschichtung sorgt dafür, dass BesitzerInnen eines Thermodruckers den Vorteil haben, keine Tinte oder Toner nachkaufen zu müssen, denn die Schwärzung erfolgt durch Chemikalien, die sich auf dem Thermopapier befinden. Die beliebten Thermodrucker werden meistens als Beleg- oder Bondrucker eingesetzt und finden sich in fast jeder Registrierkassa. Manchmal findet man sie auch in Fahrkartenmaschinen oder Parktickets-Automaten.

BPA ist nicht fest gebunden und setzt sich daher beim Hantieren mit dem Zettel ab und wird automatisch über die Haut aufgenommen. BPA ist auch der Grund dafür, dass Kassenzettel nicht im Papiermüll, sondern im Restmüll entsorgt werden müssen, da die Substanz sonst im Wasser und somit noch schneller wieder beim Menschen landen würde.

Galt BPA vor einigen Jahren nur als stark verdächtig, diverse gesundheitliche Gefahren darzustellen, belegen heute zahlreiche Studien, dass BPA hormonverändernd, nervenschädigend und krebserregend wirken kann. Es kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen sowie die Gehirnentwicklung von Babys und Kleinkindern hemmen.

Besonders hoch ist die Gefahr nicht nur für die KundInnen, sondern vor allem für KassiererInnen und Verkaufspersonal, das quasi ständig mit der Substanz in Berührung kommt. Aufgrund des hohen Risikos wird BPA in Thermopapier effektiv mit 2020 EU-weit verboten.

Was sind die Alternativen?

  • BPS-haltiges ThermopapierDie am häufigsten eingesetzte Alternative zu BPA in Thermopapier ist Bisphenol-S, kurz BPS. Dies kommt daher, dass es die günstigste Alternative ist. Leider kann man jedoch auch bei diesem Stoff keine schädliche Wirkung ausschließen. Deshalt achten seit einiger Zeit auch große Handelsketten darauf, ihre MitarbeiterInnen keinem Phenol auszusetzen.
  • Phenolfreies PapierBispenolfreies oder Phenolfreies Papier ist erhältlich und wird immer häufiger eingesetzt. Da der Kaufpreis jedoch im Schnitt 20% höher ist, als die schädlicheren Alternativen, greifen noch immer viele nicht dazu. Man darf gespannt sein, wie die Preisentwicklung nach dem Inkrafttreten des Verbotes verlaufen wird.
  • A4-DruckAls letzte physische Alternative sei an dieser Stelle die mit einem Dokumentedrucker erstellte A4-Rechnung erwähnt. Diese eignet sich jedoch nicht für alle Unternehmen; sie wird besonders im Dienstleistungssektor, Service oder Handel mit hochwertigen Produkten eingesetzt, wo es vergleichbar wenige Verkaufsabschlüsse pro Tag gibt.
  • Digitale RechnungenDie wohl nachhaltigste Alternative ist die Digitalrechnung. Diese wird ganz einfach per Mail, oder in seltenen Fällen sogar schon per NFC an die Endkundin verschickt. Somit fällt der Druckprozess komplett weg. So umgeht man nicht nur gesundheitsschädliche Chemikalien, sondern minimiert auch den Papierverbrauch.

Schon jetzt aktiv werden

Obwohl die EU-weite Verordnung erst mit 2020 in Kraft tritt, ist es bereits jetzt an der Zeit erste Maßnahmen zu ergreifen; z.B. die Einkäufe zu planen und MitarbeiterInnen zu informieren.

bridgify bietet schon jetzt BPA-freie Kassenrollen zu vernünftigen Preisen an. Sie müssen sich also keinesfalls von Ihrem Thermodrucker trennen. Wünschen Sie sich aber gleich eine Druckfreie Alternative, haben wir gute Neuigkeiten: in jeder bridgify.kassa gibt es serienmäßig die Möglichkeit die Rechnung als PDF per Mail zu versenden.